Das sind wir !!!!!!

Rolf Hoppe, Claudia Hoppe, Holger Braun, Monika Klock (alle stehend), Dieter Schoon, Heidi Meyer, Sylvia Schoon (hockend). Es fehlen:
Karl - Heinz Ahlers und Johann Wünsche

Dienstag, 5. Oktober 2010

Regeneration

The days after


Nachdem Claudia und ich gestern und auch heute schon Schwierigkeiten beim Treppensteigen hatten und unser Ausstieg aus dem Auto doch eher den Anschein einer bevorstehenden Pensionierung erweckt, haben wir die nächsten Tage voll und ganz der Regeneration gewidmet. Während Claudia gestern, wie ja bereits durch sie erwähnt, einen Termin zur Massage bei Frank hatte, haben wir heute ein Bad genommen und werden am Donnerstag nochmals die Sauna aufsuchen. Bis zum nächsten Montag wollen wir die Schuhe nicht zum Laufen schnüren (wir kommen ja eh schlecht nach unten, ächz!). Zusätzlich beginnen wir den Tag mit Salbungen von Pferdesalbe und allem was sonst noch gut für die Beine ist. Riecht wieder wie in der Kurklinik Bad Zwischenahn.
Glücklicherweise haben wir außer dem Muskelkater keine weiteren Blessuren davongetragen. Kleinere Blasen am Fuß können zwar erwähnt werden, sind aber nicht wirklich problematisch. Auch meine Achillessehne hat zwar beim Lauf selber stark geschmerzt, durch Claudias wirkliche Probleme konnte ich dieses aber dann auch schnell verdrängen und im nachhinein bin ich relativ schmerzfrei. Vom Tragen des Gurtes für unsere Powergels (Sinn und Zweck dieser Gels stelle ich für mich aber echt in Frage) habe ich starke Kratzer am Rücken aber auch das verheilt ja schnell wieder.
Claudia ist mittlerweile wieder sehr gut drauf und ich kann ihr den Stolz von den Augen ablesen. Hat sie sich auch echt verdient. So viele Läufer mussten aufgeben aber Claudia hat trotz ihrer Schmerzen durchgehalten. Bringt mich wie immer zu der These, dass Frauen einfach besser Schmerzen ertragen können (sind wir Männer wehleidig?!?).
Morgen von 17:30 Uhr bis 18:30 Uhr wird der Lauf im Fernsehen auf Sport1 übertragen. Sollte jemand einen Recorder haben würde ich mich über eine Aufnahme echt freuen.
Ich habe mich gestern dafür entschieden auch am 24. Oktober in Oldenburg am Marathon teilzunehmen. Da ich noch in bestem Trainingszustand bin, muss ich nicht mehr zuviel Zeit und Läufe aufwenden um vollständig fit zu sein. Danach ist dann Winterpause mit nur wenigen Laufeinheiten (vor allem im Rahmen der Mittwochslaufgruppe) und erst danach werden wir gezielt für den Ossiloop trainieren (auch hier sind wieder alle interessierten Läufer herzlich eingeladen). Aber dazu noch in späteren Posts mehr.

Viele Grüße

Rolf

Montag, 4. Oktober 2010

Köln Marathon: Claudias Resümee

Mein erstes Mal!
Nach unseren ersten sehr schönen Eindrücken von und in Köln haben wir trotz der Aufregung gut geschlafen.
Da der Marathon erst gegen 11.30 Uhr starten sollte, mussten wir auch nicht zu früh aufstehen.Zum Frühstück gab es Tee, für mich Brühe und Joghurt mit Köllner Cornflakes. Für kurz vor dem Lauf hatten wir uns einen SupermegapowergiballesRiegel von Dextro Energen gekauft.
Da man es ja trotzdem kaum abwarten kann, sind wir relativ zeitig am Start gewesen und konnten in aller Ruhe den Vorbereitungen der Inliner Marathonis zuschauen. Aber auch unser Start rückte immer näher, so dass auch wir gen Startblock gehen mussten. Wie man Köln aus Funk und Fernsehen und vielleicht auch aus eigener Erfahrung kennt, es ging hoch her. Zig Tausende in ausgelassener Stimmung, der Moderator in Höchstform. Die Sonne kam durch, abgetragene Klamotten, die ihren letzen Dienst erwiesen hatten (man zieht alte Klamotten über die Laufklamotten um bis zum Start warm zu bleiben), flogen über die Streckenabsperrungen und wurden dort später aufgesammelt. Die Musik brachte alle Läufer in Stimmung, der Adrenalinspiegel stieg merklich an und als der Countdown angezählt wurde es urplötzlich still. 3, 2, 1, LOS! Bis uns das LOS erreichte vergingen natürlich einige Momente,ähnlich wie bei einem Rückstau im Straßenverkehr. Die Massen setzten sich nur zäh in Bewegung, an die Mahnungen "man möge nicht überstürzt losspurten" war kaum zu denken. Läufer um Läufer um Läufer wohin das Auge sieht.
Über die beeindruckende Deutz Brücke ging es auf die Strecke und Rolf und ich waren versucht zusammen zu bleiben.
Nach den ersten Kilometern die man zum Einlaufen so braucht, checkte ich erst einmal meinen Zustand und war ein klein wenig beunruhigt. Weniger mental als physisch, da sich neben Kopfweh auch das eine oder andere gut gemeinte Bananenstückchen bereits ab km 13 unschön bemerkbar machte. Um es kurz zu machen ging es bis zum Erreichen der  Halbmarathon - Distanz stetig rapide mit mir bergab. Die Sonne, die Hitze, der Kopf, der Bauch und immer noch so weit bis zum Ziel..... der Gedanke einfach auszusteigen war schon mehr als nur flüchtig. Mein armer armer Rolf musste mit mir schimpfen um mich anzutreiben, zu motivieren...aber es ging nichts mehr... ein kurzer Dixi Klo Besuch bescherte nicht den erhofften Erfolg... nach weiteren Kilometern der Qual steckte ich mir am Streckenrand mehr oder weniger versteckt den Finger in den Hals und verschaffte mir endlich ein wenig Erleichterung. Es mag sich wirklich absurd anhören, aber erst ab km 30 ging es bergauf. Alle 4km brachte ein Verpflegungsstand Erfrischung und Antrieb. Es war ein wirklich harter Kampf. Ein Zuschauer hielt ein Schild hoch auf dem stand "Schmerz vergeht, Stolz bleibt!" Diesen Slogan rief ich mir alle paar Kilometer in Erinnerung. Ich wollte mental fit bleiben, dachte an all die Freunde und Bekannte, die unter meiner Vorfreude zu leiden hatten. Lernte vorbeifliegende Reklametafeln auswendig, versuchte mich an Rolfs Fersen zu heften. Das Ziel unter 4 Stunden durchzukommen, war längst nicht mehr zu erreichen. Das Ziel den Marathon durchzulaufen schien mir aber weiterhin erreichbar. Viele viele Läufer haben wir überholt, die mittlerweile gehen mussten. Ich wuchs an jedem einzelnen Geher, es mag echt gemein klingen, aber es ist ja nun mal kein Mannschaftssport. Ab Km 40 war die Geschwindigkeit dann nebensächlich. Wir erreichten den Dom, der in der Sonne erstrahlte und den Domplatz, der über und über voll war mit Zuschauern. Rolf riss die Arme hoch und feuerte die Zuschauer an, deren lautstarke Resonanz eine Gänsehaut am ganzen Körper auslöste. Was für ein Erlebnis!!! Es war schon beinahe unwirklich das Ziel zu erreichen,wir durften einfach aufhören zu laufen. Wie auf Knopfdruck. Sofort rückte ein neues Ziel ins Visier. Trinken, sitzen.
Ich habe getrunken, nach Wasser, Tee und Cola auch gleich ein von Rolf organisiertes Kölsch. Aber ich saß auf dem Boden, angelehnt an einen Laster. Die Muskeln schrien auf, diverse Krämpfe wollten aufmucken, die Erschöpfung, der Schmerz, die Erlösung...all das nimmt man erst später wahr. Dieser erste Marathon war für mich eine absolute Grenzerfahrung. Auch heute noch kann ich jede Faser meines Körpers spüren, man fragt sich wirklich "warum tut es denn DA weh?". Meine letzte Massage vorhin bei Frank Leuchters war neben einer physischen Wohltat auch eine psychische. Denn wie hieß es auf dem Schild:
"Der Schmerz geht, der Stolz bleibt".

Heute mal von mir viele Grüße
Claudia

Samstag, 2. Oktober 2010

Lauftagebuch: Morgen ist der Köln Marathon

Sightseeing

Hallo Leute,

gestern sind wir in Köln angekommen. Die Anreise klappte ohne Probleme aber auf dem Fußweg vom Parkplatz zur Anmeldung kam die Frage aller Fragen. Hast Du den Zeitnahmechip eingepackt? Und die Antwort: Nee! Du auch nicht?
Also erst mal helle Aufregung bei mir. Kein Chip, keine Zeitnahme, kein Lauf!!! Ich sah mich gedanklich schon wieder die 300 Km zurückfahren. Aber Claudi blieb ruhig. Und zum Glück hatte sie (wie die Frauen ja so sind!) recht. Ziemlich unkompliziert erhielten wir, gegen Gebühr von 12 Euro, einen Leihchip. Nachdem dieser Stein von meinem Herzen gefallen war, konnten wir gemeinsam anschließend gemütlich über die Marathonmesse bummeln. Ist schon verrückt, welch ein Geschäft mit diesem Hobby gemacht wird. Hier ein Gel, ein Drink, und zig Sorten von "den einzig besten" Shirts. Natürlich haben wir uns auch mit einigen Aufpushern eingedeckt.
Im Anschluss waren wir einen leckeren Happen essen und sind dann zur Bw - Kaserne gefahren um unsere Bude zu beziehen (welche echt gut ist).
Heute genießen wir den Tag in der schönen Stadt, haben den Dom besucht und sitzen gerade im Hard Rock Cafe und trinken ein..........(Kölsch, wat denn sonst!!).
Gleich geht es zur Pasta Party und dann folgt sicherlich noch ein Gang über die Marathon Messe. Anschließend mit der SBahn zurück (dauert etwa ne halbe Stunde) und dann früh ins Bett. Morgen müssen wir fit sein.


Gruß




Rolf und Claudia

Freitag, 1. Oktober 2010

Lauftagebuch: Noch 2 Tage bis zum Köln Marathon

Abfahrt

So, die Taschen sind gepackt, meine Wade hat ein (rosa) Kinesiotape verpasst bekommen und jetzt ist gleich Abfahrt.
Gestern Abend waren wir noch abschließend in der Sauna  und auch meine Erkältungsabwehrtabletten haben angeschlagen. Jetzt kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Bei Claudia ist eh alles topfit. Die ist so richtig gut drauf, absolut gespannt und hibbelig. Für sie ist das noch etwas mehr Event als für mich. Man bekommt halt nur ein Mal die Möglichkeit des ersten Mals (klingt poetisch, oder !?!?). Morgen werden wir einen kompletten Tag auf den entsprechenden Sportmessen genießen und mal schauen was dort so alles geboten wird.

Bis bald

Rolf